Forum Geomorphologie

 

Eine neue Veranstaltungsreihe des Deutschen Arbeitskreises für Geomorphologie

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In der Antike bezeichnete das Forum einen Versammlungsort, an dem diskutiert, Meinungen ausgetauscht und Fragen gestellt wurden. In diesem Sinne soll das „Forum Geomorphologie“ als eine neue Veranstaltungsreihe des AK Geomorphologie aufgefasst werden, die sich mit grundsätzlichen Problemen, Fragen, Konzepten, Theorien und Methoden der geomorphologischen Wissenschaft auseinandersetzen wird. Von übergeordneter Bedeutung ist dabei die Geschichte der Disziplin, ihre aktuelle Forschung und Lehre, die Stellensituation und -entwicklung und die Perspektiven in einer sich rapide verändernden Wissenschafts- und Lehrlandschaft. Die Veranstaltungen sollen aus eingeladenen Vorträgen, Podiumsdiskussionen und offenen Aussprachen bestehen. Damit soll ein nationales Forum geschaffen werden, das in einer über den üblichen Tagungsrahmen hinausgehenden Struktur Querschnittsfragen unserer Disziplin hinterfragt und erörtert. Das „Forum Geomorphologie“ soll in der Regel im Frühjahr jeden Jahres zwischen den Jahrestagungen des AK Geomorphologie stattfinden.
Eine Auswahl bisher vorgesehener Themen des Forums umfasst:

  • Konzepte und Theorien der deutschen Geomorphologie und ihre Rezeption
  • Wissenschaftsgeschichte und –theorie der deutschen und internationalen Geomorphologie
  • Geomorphologie und Earth System Science (GESS)
  • Geomorphologie und Landschaftsökologie
  • Geomorphologie und Klimaveränderung (IPCC 2007)
  • Konzepte von Sensitivität und Resilienz in der Geomorphologie
  • Alte Hypothesen und neue Methoden – Welche Konsequenzen haben die neuen Datierungsmethoden für die geomorphologische Forschung?
  • Komplexität und Nichtlinearität in geomorphologischen Systemen

 

1. Forum Geomorphologie

Konzepte und Theorien der deutschen Geomorphologie und ihre Rezeption

 

Das 1. Forum Geomorphologie am 29. September 2007 widmet sich mit Julius Büdel, Siegfried Passarge, Hans Mortensen, Jürgen Hagedorn, Hans Poser, Jürgen Hövermann, Heinrich Rohdenburg und Frank Ahnert deutschen Geomorphologen, die mit ihren Ansätzen wichtige Themenstellungen der Geomorphologie aufgegriffen und nationale und internationale Reputation erfahren haben. Weiterhin sollen in einer Podiumsdiskussion Nachwuchswissenschaftler über die Rezeption dieser Ansätze in ihren Forschungsarbeiten berichten und diskutieren.

 

Vorträge:

Julius Büdel und die Klima–Geomorphologie
(Armin Skowronek, Bonn)
Vortrag (pdf)
ausgewählte Publikationen von J. Büdel (pdf)


Das geomorphologische Aktivitäts-Stabilitätskonzept Heinrich Rohdenburgs
(Hans-Rudolf Bork, Kiel)
Vortrag (pdf)


Konzepte der Formungs- und Prozessregionen der Erde und ihre Weiterentwicklung (Siegfried Passarge – Hans Mortensen - Jürgen Hagedorn - Hans Poser – Jürgen Hövermann)
(Frank Lehmkuhl, Aachen)

 

Vom geomorphologischen Gleichgewicht zu Nichtgleichgewichten und Komplexität
(Thomas Hoffmann, Bonn)
Vortrag (pdf)
ausgewählte Publikationen (pdf)

 

2. Forum Geomorphologie

Perspektiven der deutschen Geomorphologie in den Erdsystemwissenschaften

 

Im 2. Forum Geomorphologie, am 4. April 2008 geht es um die Positionierung der Geomorphologie in den Erdsystemwissenschaften. Auf Basis der Darstellung der internationalen geomorphologischen Aktivitäten der „Earth System Sciences“ werden mögliche geomorphologische Perspektiven erörtert. Unsere Beschäftigung mit der historischen Entwicklung der Geomorphologie und das wichtige Thema der Archiv–Prozess–Kopplung bilden den zweiten Themenblock des Forums. Diese Themenstellungen haben durchaus eine programmatische Bedeutung. Sie basieren auf unserer Denkschrift „Deutscher Arbeitskreis für Geomorphologie (2006, Hrsg.): Die Erd- oberfläche – Lebens- und Gestaltungsraum des Menschen. Z. Geomorph., N.F., Suppl.-Bd. 148, Stuttgart” und sind als Komponente der Weiterentwicklung dieser Denkschrift zu verstehen. Themensetzung und Referentenauswahl des Forums erfolgen durch den Vorstand des AK Geomorphologie.

Vorträge:

Geomorphologie und Erdsystemwissenschaften
(Lothar Schrott, Salzburg)

 

Ansätze des Sedimenthaushaltes als geomorphologischer Beitrag zu den Erdsystemwissenschaften
(Richard Dikau, Bonn)

 

Der Beitrag der Geomorphologie zur Erforschung terrestrischer Kohlenstoffflüsse
(Nikolaus Kuhn, Basel)

 

Von Davis zur klimatischen Geomorphologie – Wandel der Beobachtungspraktiken in der Geomorphologie
(Ute Wardenga, Leipzig)

 

Vom Archiv zum Prozess – Theorie, Empirie, Methodologie
(Dominik Faust, Dresden)

 

3. Forum Geomorphologie

Alte Hypothesen - Neue Methoden

 

Wir wollen mit eingeladenen Vorträgen die im September 2007 in Bayreuth begonnene und im April 2008 in Bonn fortgesetzte Veranstaltungsreihe weiterführen. Am 3. April 2009 geht es um Hypothesen der Reliefentwicklung und um neue Datierungsmethoden und ihre Potenziale für die geomorphologische Forschung. Wir folgen damit Themenbereichen und Zukunftsperspektiven unserer Denkschrift „Die Erdoberfläche – Lebens- und Gestaltungsraum des Menschen. Z. Geomorph., N.F., Suppl.-Bd. 148, Stuttgart“. Durch die zukünftigen Datierungstechnologien an der Universität zu Köln entsteht eine weltweit herausragende Einrichtung der Kernphysik in engster Partnerschaft zu den Geowissenschaften. Schon heute sollte deshalb an geomorphologische Forschungsthemen gedacht werden, die sich damit bearbeiten lassen.

Vorträge:

Anwendung kosmogener Nuklide in der Geomorphologie
(F. von Blanckenburg, Potsdam)

 

Tektonik, Klima und Erosion in Hochgebirgen -neue Methoden für alte Hypothesen
(O. Korup, Davos)

 

Exkursion:

Institut für Kernphysik, Universität Köln

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